
Beim dritten H2.N.O.N-Hauptstadtfrühstück in Berlin haben Unternehmen und Netzwerkakteure aus der Region gezeigt, was möglich ist – und was jetzt fehlt: verlässliche Rahmenbedingungen und klare politische Signale.
Am 14. April 2026 fand in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund das dritte Hauptstadtfrühstück des Wasserstoffnetzwerks Nordostniedersachsen (H2.N.O.N) statt. Rund um den Tisch saßen Vertreterinnen und Vertreter aus Bundestag, Ministerien und Verbänden – darunter die Bundestagsabgeordneten Vanessa Zobel, Christoph Frauenpreiß und Dr. Alaa Alhamwi. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der INNO.NON GmbH organisiert.
Was ist der Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft?
Der Markthochlauf bezeichnet den Übergang von einzelnen Pilotprojekten hin zu einer wirtschaftlich tragfähigen, skalierbaren Wasserstoffwirtschaft. Genau hier liegt aktuell die entscheidende Frage: Die Technologien sind vorhanden, viele Projekte weit fortgeschritten – doch ohne stabile Investitionsbedingungen und eine gesicherte Nachfrage bleibt die Skalierung aus.
Drei Impulsvorträge brachten das auf den Punkt: Sonja Leykam (Buss Group) stellte das Projekt „Hanseatic Hydrogen" vor – ein großskaliges Vorhaben zur Produktion von grünem Wasserstoff im Industriepark Stade mit fortgeschrittenen Planungen und Anbindung ans Wasserstoff-Kernnetz. Dr. Roland Hamelmann zeigte, warum der Standort Stade mit seinem eng verzahnten Ökosystem besondere Standortvorteile für eine wettbewerbsfähige Dekarbonisierung bietet. Andreas Wellbrock (Green Fuels GmbH) schilderte, wie regionale Wasserstoffprojekte bereits heute in die Praxis umgesetzt werden – und wo Regulierung und Planungsunsicherheit bremsen.
Das Fazit war eindeutig: Die Voraussetzungen sind vielfach gegeben. Was jetzt zählt, sind Nachfrageimpulse, Investitionssicherheit und konsistente politische Entscheidungen.
Alle Informationen zum Wasserstoffnetzwerks Nordostniedersachsen (H2.N.O.N) lesen Sie auf deren Webseite.