Gründungsprojekt Deltaland © dotshock | Shutterstock

Innovativ Gründen im Deltaland

Wirtschaftsförderung startet Projekt zur Entwicklung einer innovativen Gründungsstruktur in der Region Deltaland


Entrepreneurship als Chance für den ländlichen Raum

Wer heute ein Unternehmen gründet, tut dies in vielen Fällen im städtischen Umfeld. In Niedersachsen konzentriert sich die Gründungsaktivität von Startup-Unternehmen wie auch bundesweit besonders auf Großstädte, die zugleich Standorte von Universitäten und Fachhochschulen sind. Allerdings kann Niedersachsen ebenfalls mehr als 20 Prozent der Gründungen in ländlichen Regionen verzeichnen und liegt damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von knapp 9 Prozent (vgl. Niedersachsen Startup Monitor 2021).

Ländliche Regionen bieten Gründern gerade mit Blick auf bezahlbare Immobilien- und Grundstückspreise sowie ein attraktives Lebensumfeld für Familien einige Vorteile gegenüber den urbanen Standorten. Zudem zeigt sich im ländlichen Umfeld nicht selten eine hohe Verbundenheit von Gründern mit ihrer Region im Sinne des Heimatgedankens. Fakt ist, dass ländlich geprägte Standorte das Potenzial besitzen, ihre Attraktivität für Unternehmensgründungen noch deutlich zu steigern. Voraussetzung ist ein gut funktionierendes und organisiertes Gründungsökosystem, das sich aus einem intakten Zusammenspiel verschiedenster Akteure und Institutionen vor Ort ergibt.

Von der Idee zum Projekt

Masterplan zur Entwicklung eines Gründungsökosystems

Mit dem Ziel langfristig ein starkes Gründungsökosystem für die Städte und Gemeinden im Deltaland zu entwickeln, wurde in Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Entrepreneurship Hub der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule das Projekt "Entrepreneurship Masterplan für die Wirtschaftsregion Deltaland" gestartet. Damit umfasst das Projekt die Städte Walsrode und Bad Fallingbostel sowie die Samtgemeinden Ahlden und Rethem/Aller. Das Vorhaben läuft bis in den Herbst dieses Jahres und beinhaltet neben einer Analyse des Ist-Zustandes in den Deltaland-Partnerkommunen die Durchführung verschiedener Interviews und Workshops mit regionalen Akteuren. Im Ergebnis werden daraus Konzepte und Maßnahmen abgeleitet, die mittel- und langfristig zu einer nachhaltigen Verbesserung der regionalen Gründungsstrukturen beitragen sollen.

Entrepreneurship als Chance für den ländlichen Raum

Der Begriff „Entrepreneurship“ umfasst dabei mehr als eine Selbständigkeit. Gemeint ist damit die Entwicklung von neuen, innovativen und nicht zuletzt risikobehafteten Ideen, Produkten und Geschäftsmodellen, die in der Region wirtschaftliche Impulse erzeugen können. Sie setzen eine kreative, eigenständige Haltung zu bestimmten Themen und Fragestellungen voraus und werden durch ein positives Innovationsklima in ihrer Umgebung begünstigt. Im Sinne des Entrepreneurship gilt es, die vorhandenen regionalen Ressourcen gezielt zu aktivieren und für die Bildung eines Gründungsökosystems zu nutzen. Zugleich wird mit dieser Initiative ein Prozess angestoßen, um besonders junge Menschen für das Thema Gründung zu sensibilisieren. Dabei ist in unserer Region, die über keine Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen verfügt, die Einbindung von Schulen und Bildungseinrichtungen elementar wichtig. Das Projekt fügt sich darüber hinaus nahtlos in die Zielvorstellungen der im Jahr 2020 vorgestellten Startup-Strategie der niedersächsischen Landesregierung ein. Die Strategie stellt darauf ab, landesweit bestehende Aktivitäten und Förderinstrumente für Gründungen und Startups bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Sie umfasst elf konkrete Handlungsfelder, darunter insbesondere die Gründungsförderung im ländlichen Raum. Als ein zentrales Ziel wird dabei die Etablierung von sogenannten „Entrepreneurial Communities“ genannt, die aktiv zur Vernetzung von Akteuren in der Fläche beitragen. Genau hier setzt das Gründungsprojekt im Deltaland an.

Beteiligung regionaler Akteure

Das Projekt wird begleitet durch einen aktiven Beteiligungsprozess von regionalen Stakeholdern aus den Bereichen KMU, Banken und Finanzen, dem Bildungswesen sowie der Wirtschaftsförderung, öffentlichen Verwaltung, Politik und verschiedenen Institutionen, die in der Gründungsberatung tätig sind.

Im Anschluß an den presseöffentlichen Projektauftakt finden ab Mai verschiedene Workshops zu gründungsspezifischen Themen im Deltaland statt. Die Termine werden hier bekannt gegeben.

Sie haben Interesse an dem Projekt, sind vielleicht selbst im Bereich der Gründungsförderung und -beratung tätig und möchten sich an dem Prozess beteiligen? Dann sprechen Sie uns gern an! Und ganz wichtig: Wir freuen uns über den Kontakt zu Gründerinnen und Gründern sowie Gründungsinteressierten aus der Region. Wir beziehen Sie, Ihre Erfahrungen, Anregungen und Vorstellungen gern in die Projektaktivitäten mit ein und setzen auf einen guten Austausch.

Auf dem Laufenden bleiben...

Auf unseren Social Media Kanälen bei Facebook, Instagram auf LinkedIn und auch in unserem DELTALAND LETTER werden wir über die Projektaktivitäten, Fortschritte und auch Workshops berichten.

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Marie Christin Mielke

Projektmanagerin

 
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+49 (179) 141 75 37
 
mielkedeltaland.de

Unser Projektpartner

Der Entrepreneurship Hub ist eine gemeinsame Einrichtung der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Federführend wird dieses Projekt von Prof. Reza Asghari begleitet. Weiterführende Informationen zu unserem Projektpartner erhalten Sie unter dem folgenden Link.

Weiterführende Links zum Thema

Entrepreneurship Hub

Startup Niedersachsen

Startup-Strategie für Niedersachsen

Gründergold - IHK Lüneburg-Wolfsburg

Existenzgründung - Wirtschaftsförderung Heidekreis

Gründungswoche

Unsere Pressemeldungen zum Gründungsprojekt

Frischer Wind für Unternehmensgründungen im Deltaland PM vom 25.03.2022

Auftakt für die Entwicklung einer neuen Gründungskultur im Deltaland PM vom 06.05.2022

Coworking Spaces im Deltaland

LISIDENZ Coworking im Kastendieckhaus in Walsrode